Sonntag, 05.09.2010
FANTASYDAYS® im NOVOTEL Düsseldorf Neuss am Rosengarten vom 01. - 03. Oktober 2010

FANTASYDAYS® vom 01. - 03. Oktober 2010

NOVOTEL am Rosengarten

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FANTASYDAYS

01. - 03.10.2010

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Historie der Stadt Neuss

Neuss ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Bereits um das Jahr 16 v. Chr. errichteten römische Soldaten an der Mündung der Erft in den Rhein, etwa 2,5 km südöstlich der heutigen Altstadt, eine Befestigung aus Holz und Erde. Der Platz, an dem sich vermutlich schon eine kelto-germanische Vorgängersiedlung befand, war strategisch gewählt, lag er doch einerseits am Endpunkt einer Fernstraße, die durch das von Caesar eroberte Gallien von Lyon über Trier und Zülpich bis an den Rhein führte, und bot andererseits einen verkehrsgünstigen Zugang zu den Wasserwegen von Rhein, Erft, Lippe, Ruhr und Wupper. Weitere, wohl ebenfalls nur saisonal genutzte Heerlager an dieser Stelle folgten einander (sog. Lager A-F). u.a. dürften die legio XIX und die Legio XX Valeria Victrix zeitweise hier stationiert gewesen sein. Mehr über diese fazinierende Stadt und der Entwicklungerfahrt zur römischen Zeit erhaltet ihr im Clemens-Sels-Museum.

Das Clemens-Sels-Museum befindet sich knapp 100 Meter vor dem Hotel und bietet seinen Besuchern ein vielfältiges museales Erlebnis. Neben den zahlreichen aktuellen Sonderausstellungen gewähren die sehr unterschiedlichen Sammlungsbereiche Einblicke in die Ur- und Frühgeschichte, die historische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt seit der römischen Zeit sowie in die Entwicklung der regionalen bürgerlichen Kultur. Eine herausragende Stellung nimmt die Sammlung alter und neuer Kunst ein. So gehören zum Bestand bedeutende Gemälde des Mittelalters und der niederländischen Schule. Insbesondere die Gemälde der Nazarener, der Präraffaeliten und der Symbolisten Frankreichs, Belgiens und Hollands bilden eine in Deutschland einzigartige Sammlung. Den Einfluss französischer Kunst auf Deutschland belegen vor allem die Werke der Rheinischen Expressionisten, die sowohl mit Gemälden und graphischen Arbeiten als auch mit religiöser Glasmalerei im Museum exemplarisch vertreten sind. Weiterhin dokumentiert eine reichhaltige Sammlung moderner Primitiver Kunst die Gegenposition zur progressiven akademischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Als künstlerische Strömung der Gegenwart bildet die Konzeptuelle Farbmalerei einen weiteren Sammlungsschwerpunkt des Hauses.

Das imposante Wahrzeichen der Stadt ist das Quirinus-Münster, eine der bedeutendsten spätromanischen Kirchen am Niederrhein, wenn nicht sogar Deutschlands. Es wurde zwischen 1209 und 1230 erbaut und 2009 von Papst Benedikt XVI. in den Stand einer Basilica minor erhoben. Quirinus von Rom oder Quirinus von Neuss († um 115) war ein römischer Märtyrer und Tribun aus dem 2. Jahrhundert. Der römische Tribun Quirinus war nach den Überlieferungen der Heiligen Alexander und Balbina Gefängniswärter derselben und konvertierte zusammen mit seiner Tochter Balbina. Unter Kaiser Hadrian als Christ verfolgt und etwa um 115 enthauptet, wurde er in den Praetextatus Katakomben an der Via Appia in Rom beigesetzt. Papst Leo IX. schenkte – einer Legende nach – um 1050 die Reliquien seiner Schwester Gepa, Äbtissin im Kanonissenstift zu Neuss. Seitdem ist er der Stadtpatron von Neuss, sein Fest ist der 30. März, es wird im Erzbistum Köln und in Neuss (hier Hochfest) in Erinnerung an den überlieferten Tag der Translatio am 30. April begangen (an diesem Tag, wenn es ein Sonntag ist, ansonsten am folgenden Sonntag findet eine feierliche Reliquienprozession) statt. Die Reliquien werden im dafür gebauten Quirinus-Münster (1209–1250) in Neuss in einem kostbaren Schrein aufbewahrt (Stiftung Neusser Bürger zum Quirinus-Jubiläum 1900); ein älterer Schrein befindet sich als Leihgabe der Münsterpfarre im Clemens-Sels-Museum.

Dargestellt wird St. Quirin als römischer Tribun mit einem Schild mit neun goldenen „Kugeln“ auf rotem Grund. Seine Verehrung verbreitete sich rasch über ganz Europa. Neben Hubertus, Cornelius und Antonius, dem Einsiedler, gehört er zu den Vier heiligen Marschällen. Er ist weiterhin Patron der Pferde, Rinder und Ritter und wird gegen Bein- und Fußleiden, Gicht, Lähmung, Eitergeschwüre, Hautausschlag, Pest, Ohrenschmerzen, Kropf, Fisteln, Knochenfraß, Pocken und Pferdekrankheiten angerufen. Neuss wurde so im Mittelalter (neben Köln und Aachen) einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte im Rheinland. Die Menschen kamen gezielt oder auf der Durchreise zu einem anderen Wallfahrtsort. In Neuss angekommen, wollte man die Reliquien sehen und das wundertätige Wasser aus der „Hirnschale“ des Heiligen trinken. Viele wundersame Taten umranken Quirinus. Auch heute noch (besonders um den 30. April) pilgern Menschen mit ihren Anliegen zum Schrein des heiligen Quirinus im Neusser Münster (seit 2009 Basilica minor) und erhoffen Fürsprache und Hilfe.